Pfingstsonntag: Kurz vor sechs Uhr stehe ich auf und ziehe mir ein graues T-Shirt über, das ich beim letzten Besuch im Haus in Magden aus Mamis Kleiderschrank mitgenommen habe.
Als ich es vor ein paar Tagen anzog, war es noch sauber gebügelt, inklusive Bügelfalz am Ärmel. Und das T-Shirt roch nach Waschmittel. So etwas habe ich seit langem nicht mehr getragen.
Heute Morgen riecht das T-Shirt plötzlich anders, irgendwie vertraut. Es ist der Duft von Mamis Parfum, der mir da vom Kragen in die Nase steigt.

Ein weitaus weniger angenehmer Duft strömte mir vom Philodendron an diesem Pfingstmorgen entgegen. Dieser blüht nun jährlich, anfangs Juni.